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Hangiofen - Für alle die das Ursprüngliche lieben

Ein "Hangi" wollte ich schon immer mal ausprobieren. Also Fleisch und Gemüse in einem Erdloch zubereiten, wie es die Ureinwohner aus Hawai oder Neuseeland schon seit Jahrtausenden praktizieren. Aber wie ohne ein großes Loch in den schönen Garten zu graben?

Normalerweise vergräbt man bei einem Hangi, wie es in Neuseeland genannt wird das rohe Fleisch und andere Zutaten in einem großen Loch in der Erde, also in einem Erdofen. Dabei erhalten die Zutaten ein ganz spezielles, leicht erdiges und köstliches Aroma.

Leider ist das Graben eines Loches im Garten aber vielen von uns nicht ohne weiteres Möglich. Daher habe ich mir eine einfache Möglichkeit geschaffen, wie es genauso gut funktioniert. 

 

Die Idee: Ein Erdofen selber bauen ohne Loch im Garten

 

 

Für ein Hangi zur Verköstigung von 10-20 Personen benötigt man Erde, Feuer und Steine, die die Hitze speichern werden. Für die Gesamte Zubereitung sollte man ca. 10 - 12h einplanen. Daher macht es wenig Sinn diesen Aufwand (der sich aber lohnt) für 2-3 Personen durchzuführen. Um aber Zutaten für 10-20 Personen zubereiten zu können, benötigt man aber auch eine gewisse Größe. 

 

Zuallererst ein feuerfestes Gefäß. Die Feuerschalen aus dem Baumarkt (Durchmesser = 80cm) sind dazu perfekt geeignet, aber leider zu flach. Man benötigt aber eine gewisse Tiefe, um die fünf Schichten eines Hangis darstellen zu können.

 

Diese sind:

1. Trockene Erde (8cm)

2. Glut und Wackersteine (15cm)

3. Trockene Erde (3cm)

4. Lebensmittel in Leinen eingewickelt

5. Trockene Erde (10cm) um die Hiitze einzuschließen

 

Um dies zu realisieren, habe ich auf die Feuerschale einen aufsteckbaren Ring gebaut. Einfach aus einem oder mehreren Stahlblechen (insgesamt 0,75mm x 400mm x 2500mm) einen Ring anhand Eurer Feurschale biegen und an der Trennstellen vernieten, verschrauben oder verschweißen, je nachdem was man zur Hand hat.

 

 

Den Erdofen habe ich in ca. 2h gebaut, also vergleichsweise wenig Aufwand. Dafür wird aber der Garten unversehrt bleiben und ihr habt die Möglichkeit einer der coolsten Zubereitungsmethoden auszuprobieren, die es beim Kochen mit Feuer überhaupt gibt. Alternativ würde jedes andere Gefäß aus Stahl mit den Abmessungen 80x60cm funktionieren, z.B. eine große alte Eisenschubkarre oder ähnliches.

 

Viel Spaß mit dem neuen Kochzubehör, das Rezept dazu gibts in einigen Tagen auf meinem Rezeptblog.

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